Corona – dankbar in der Krise

Einfach ist das Leben im Moment für die wenigsten. Das Virus hat uns im Griff. Es vernichtet Leben, entzweit Familien und gefährdet Existenzen.

die Wolken durchbrechen

Auch mein Alltag wird von dunklen Schatten begleitet. Ich versuche jedoch, diesen so wenig Raum wie möglich zu geben. Falls sie aber wieder einmal drohen dunkler zu werden, erinnere ich mich wofür ich zur Zeit dankbar bin. Denn es ist nicht nur eine Krise, durch die wir gehen. Es ist auch eine Chance.

Dankbarkeit in der Krise, die Krise als Chance

Ein bewölkter Himmel, der immer wieder von kleinen und grossen Sonnenstrahlen durchbrochen wird. Diese Strahlen sind all die Glücksmomente, die ich erleben darf.

dankbar wofür?

  • Familienzeit

Ich weiss nicht, wann wir jemals so viele Mahlzeiten gemeinsam eingenommen haben, wie in den letzten zwei Wochen. Und ich geniesse jede Einzelne. Es tut so gut am Tisch zu sitzen, mich mit meinem Mann zu unterhalten und Mister T. beim Matschen zuzusehen 🙂

  • Papi-Zeit

Kitas sind weiterhin geöffnet und ich deshalb „normal“ am arbeiten. Da Papi aber zu Hause ist, übernimmt er an meinen drei Kita-Tagen die Betreuung von Mister T. Und ich weiss nicht, wer sich mehr darüber freut, Mami, Papi oder Kind?

Die Papi-Tage haben auch einen tollen Nebeneffekt auf Mister T.´s Sprachentwicklung. Da er im Moment fast ausschliesslich nur Spanisch hört, fängt er langsam an einzelne Wörter zu verwenden (bis jetzt war Deutsch seine bevorzugte Sprache).

  • Ruhe

Kein Playdate, keine Verabredungen, keine Verpflichtungen. Nur wir drei und unsere täglichen Waldspaziergänge.

  • sich Raum geben

Eigentlich hätte ich erwartet, dass es bei uns zu Hause schon bald den ersten Knall gibt, weil Mann und ich uns auf die Nerven gehen.

Nach zwei Wochen ist aber das Gegenteil geschehen. Wir kommunizieren viel offener und mehr miteinander, äussern unsere Bedürfnisse und geben uns Raum und Zeit für alleinige Tätigkeiten. Und dafür bin ich unglaublich dankbar.

  • Arbeit

Auch wenn ich mich mit dem Entscheid, dass Kindertagesstätten geöffnet bleiben, schwer tue und gewisse Eltern null Einsicht und Entgegenkommen zeigen, bin ich doch dankbar für meine Arbeit. Oder besser gesagt dafür, dass ich Teil eines solch wundervollen Teams sein darf, in dem sich alle nach Kräften unterstützen und entlasten. Ausserdem gibt es mir das Gefühl einer gewissen Normalität und die Gewissheit, dass immerhin mein Lohn gesichert ist (der meines Mannes fällt zur Zeit komplett aus).

Wofür seid ihr dankbar in diesen Tagen? Und was bereitet euch den grössten Kummer? Ich freue mich auf eure Rückmeldungen.

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