Erstausstattung – zwischen Neuware und Second Hand

Die Wahl der Erstausstattung fällt nicht immer leicht.

Neu, gebraucht oder geliehen?

Die Wahl der Erstausstattung kann für werdende Eltern schnell in einem Kaufrausch und damit verbundene Fehlkäufe enden.  Es sieht alles einfach zu niedlich und hübsch aus und schliesslich möchte man für sein Kleines nur das Beste. Doch was braucht es bei der Erstausstattung wirklich? Und was lohnt sich gebraucht zu kaufen bzw. sogar zu leihen?

In der Schwangerschaft hatten wir ein sehr begrenztes Budget, was die Baby-Erstausstattung betrifft. Somit haben wir uns intensiv damit auseinandergesetzt, was wir wirklich brauchen.

Es war nicht immer einfach, auf viel propagierte «Must-Haves» zu verzichten. Aber wenn wir uns nicht 100% sicher waren, dass es nötig wäre, haben wir mit dem Kauf gewartet.

Rückblickend möchte ich die Erfahrung nicht missen, da ich mit gutem Gewissen sagen kann, dass wir (fast) keinen Fehlkauf zu Hause haben und alle Dinge wirklich nutzten.

 

  1. Tragetuch / Tragehilfe

Für uns war von Anfang an klar, dass Mister T. getragen werden soll. Ich habe mich vorab auf zahlreichen Internetseiten über die verschiedenen Tragevarianten informiert und mir unzählige YouTube Tutorials mit der richtigen Trageweise angeschaut.

Schlussendlich habe ich ein Moby Wrap (ein elastisches Tuch) von einer Freundin geliehen bekommen. Und nicht nur ich habe es geliebt. Mister T. war von Anfang an happy und hat gefühlt den ganzen Tag darin verbracht.

Ausserdem bekamen wir noch eine Trage von Manduca. Die hat anfangs vor allem mein Mann benützt, da sie schnell und einfach anzulegen ist. Später habe ich sie dann für mich entdeckt, weil sich damit auch auf dem Rücken tragen lässt.

Irgendwann gab es dann aber doch noch den Kinderwagen. Mein Vater konnte einfach nicht glauben, dass wir den Kleinen «nur» tragen. Also habe ich mich zum Occasionskauf überreden lassen. Zum Glück, denn Mister T. konnte sich nie wirklich damit anfreunden. Und auch mir war es oftmals zu umständlich das Teil ins Auto und wieder hinaus zu hieven. Da war ich mit Tuch oder Trage einfach schneller.

Ich würde mich immer wieder fürs Tragen entscheiden. Allerdings würde ich am Anfang eine professionelle Trageberatung in Anspruch nehmen, die sich mit den verschiedenen Modellen und Varianten auskennt und einem mit Tipps und Tricks zur Seite stehen kann.

Übrigens steht der Kinderwagen nun bei meinen Eltern zu Hause. Für alle Fälle.😊

 

  1. Wickeltisch

Den Wickelbereich meines Kleinen wollte ich möglichst nah am Wasser haben. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass eine nahe Dusche oder Badewanne oftmals Gold wert ist 😉. Ausserdem hatten wir in den Schlafzimmern Teppiche und wir wissen, wie schnell doch etwas zu Boden gehen kann.

Da unser Badezimmer aber recht klein war, kam nur einer des schwedischen Möbelriesen in Frage. Auf Ebay habe ich ihn dann sogar zu einem Bruchteil des eh schon günstigen Preises gefunden und war voll und ganz zufrieden damit.

Mir war natürlich klar, dass ich meinen Kleinen nicht all zu lange darauf wickeln kann, aber für die erste Zeit hat es vollkommen ausgereicht.

Später, in der neuen Wohnung, ohne Teppiche, habe ich ihm dann einen Wickelplatz am Boden eingerichtet. Was mir einfach sicherer erschien, da Mister T. sehr aktiv ist und nicht gerne still liegt.

 

  1. Bett

Als ich das erste Mal bei einer Freundin, auch gerade Mami geworden, zu Besuch war, kam ich aus dem Staunen fast nicht mehr heraus. Ihr Kleiner hatte ein perfektes(!) Kinderzimmer. Das Bett passte zum Wickeltisch zum Schrank zum Hocker etc

Als ich mich umsah und wir ein wenig ins Tratschen kamen, gestand sie irgendwann, dass das Zimmer, ausser dem Wickeltisch, noch nie benutzt wurde. Und dass sie sich die Unsumme für die Einrichtung auch hätte sparen können, da der Kleine sowieso im Beistellbett im Elternzimmer schläft.

Als wir uns angefangen haben zu überlegen, wo Mister T. nächtigen soll, kam für mich nur ein Beistellbett in Frage. Erstens wollte ich mein Baby so nah wie möglich bei mir haben und zweitens mir das Leben nicht unnötig verkomplizieren und mich um den ohnehin schon raren Schlaf bringen.

So begaben wir uns auf die Suche nach einem Beistellbett. Wir haben diverse Secondhand-Babymärkte abgeklappert, aber leider ohne Glück. Irgendwie wollte in dieser Zeit gerade niemand ein Beistellbett loswerden. Irgendwann machte ich mir Gedanken über eine Alternative. Schliesslich sind diese Betten ja auch ziemlich klein. Auf einer meiner Suche auf Ebay stolperte ich über ein Gitterbett bei dem stand, dass man die eine Seite auch wegnehmen kann. HA! Da hätte ich ja auch selbst draufkommen können.

So haben wir ein günstiges Gitterbett ersteigert, eine neue Matratze gekauft und die Höhe so verstellt, dass es zu unserem Bett passt.

 

  1. Klamotten

Eins vorweg: Babyklamotten sind soooooo süss. Und ich kenne nicht wenige, die in einen wahren Kaufrausch verfallen sind. Auch bei Bekannten und Verwandten stehen die kleinen Strampler ganz oben auf der Geschenke-Liste (alternative Geschenkideen findest du hier).

Nicht nur budgetbedingt, sondern auch aufgrund eventueller Schadstoffe in Babykleidern setzte ich von Anfang an auf Second Hand. Im Internet gibt es ganze Sets und Erstausstattungen für wenig Geld zu kaufen.

Im Gespräch mit einer sehr guten Freundin, die der Gruppe «Kaufrausch verfallen» angehörte, stellte sich heraus, dass sie nach wie vor alle Klamotten ihres 4-jährigen Jungen aufgehoben hat. Sie hat mir sofort angeboten, ich könne die Sachen ausleihen und da Mister T. zur selben Jahreszeit zur Welt kam, wie sein grosser Freund, nahm ich das Angebot sehr gerne an.

Das erste Mal ihren Keller durchforstend, konnte ich es kaum glauben. Ich dachte mir nur, dass ich einen grösseren Schrank brauchen werde.

Und tatsächlich, mein Kleiner besitzt alles für jede Gelegenheit 😊 Alle paar Wochen / Monate bringen wir die geliehenen Sachen zurück und decken uns mit neuen ein. Wir revanchieren uns dafür mit Babysitten und Tierparkbesuchen, damit Mama Zeit zum Shoppen hat. 😉

Sprecht eure Freundinnen auf das Thema Klamotten an. Oftmals sind Eltern froh, wenn ihre Sachen weiterziehen dürfen und sie wissen, dass jemand Freude daran hat.

 

  1. Autositz

Ihr werdet euch wohl jetzt fragen, ob Mister T. denn eigentlich gar nichts Neues zur Geburt bekam. Second Hand in allen Ehren, aber bei einer Sache konnte und wollte ich keine Abstriche machen. Und das war der Autositz. Für diesen habe ich ausgiebige Internetrecherche betrieben und mich im Fachmarkt beraten lassen, bis ich den passenden gefunden habe.

Denn schlussendlich geht nichts über die Sicherheit meines Kleinen. Und dafür lohnt sich eine teurere Anschaffung ganz bestimmt!

Was habt ihr neu / gebraucht gekauft? Was würdet ihr auf keinen Fall neu kaufen? Oder was würdet ihr euch am ehesten von Freunden leihen? Ich freue mich auf eure Antworten.

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