nachhaltig Leben – mit kleinem Budget

Nachhaltig einkaufen ist mit eingeschränktem Budget gerade bei Lebensmitteln nicht immer einfach. Bio- oder Demeter-Produkte sind oftmals um einiges teurer als die der Eigenmarken. Dafür sind diese umhüllt von Plastik und die Produktion lässt sich mir nicht immer ganz nachvollziehen.

Und obwohl ich am liebsten regional beim nahegelegenen Bauern einkaufe oder noch besser vom Ertrag im eigenen Garten (na gut, dem Garten meiner Eltern 😊) lebe, gibt es immer noch diese Monate, die länger sind als meinem Portemonnaie lieb ist und an denen ich entscheiden muss, ob der Kühlschrank besonders nachhaltig oder einfach nur besonders gefüllt sein muss.

Mister T. & sein nachhaltiges Leben

Einfacher sieht es da bei den Kindersachen aus. Gerade für Spielsachen oder Klamotten gibt es großartige Möglichkeiten Nachhaltigkeit und kleines Budget zu vereinen. Einige davon habe ich euch bereits hier vorgestellt.

Doch wie sieht es mit Mama aus? Da sind natürlich die bekannten Second Hand Läden, Flohmärkte, etc.

ABER ich habe etwas noch viel Besseres gefunden. Der Lichtblick meiner dunklen (Klamotten-) Tage. Und dieses geniale Angebot möchte ich heute mit euch teilen.

Not macht erfinderisch

Angefangen hat alles als meine beste Freundin und ich in unsere erste gemeinsame Wohnung zogen, beide noch in Ausbildung, das Geld jeweils knapp. Und trotzdem haben wir uns ab und zu, wie die meisten Frauen, einen Kleiderwechsel gewünscht. Da wir grössentechnisch leider nicht kompatibel waren, viel diese Möglichkeit leider weg.

Irgendwann kam uns die Idee, uns mit anderen Mädels zusammen zu tun und unsere Kleider zu tauschen. Unkompliziert, kostenlos. Jede bringt, was sie nicht mehr braucht und nimmt mit was sie möchte.

Dies hat sich herumgesprochen und schon beim dritten Treffen haben anstelle der 5 bereits 25 junge Frauen mitgemacht.

Heute, fast 10 Jahre später, gibt es den Event immer noch. Viermal im Jahr treffen sich über 100 Tauschwütigen Frauen und Männer und bringen ihre unbenutzten, aber noch gut erhaltenen Klamotten, Schuhe und Accessoires und gehen jeweils wieder voll beladen und glücklich nach Hause. Die Ware, die übrig bleibt, kommt jeweils einem Hilfsprojekt zu Gute.

Wenn das keine Win-Win Situation für alle ist? Nachhaltig kann so einfach sein.

Fummeltausch – mein Retter in der (Kleider-)Not

Mittlerweile «kaufe» ich fast nur noch so ein. Das letzte Mal durfte ich drei Hosen, vier T-Shirts und einigen Mützen ein neues zu Hause geben. Dabei schone ich mein Portemonnaie, meine Umwelt und habe erst noch Spass beim Stöbern sowie den Gesprächen mit neuen und alten Bekannten.

Auf www.facebook.com/fummelplausch findet ihr alle wichtigen Infos, Daten, etc. Vielleicht seid ihr ja in der Nähe und habt Lust beim nächsten mitzumachen?

Oder kennt ihr bereits den www.walkincloset.ch? Das gleiche Prinzip in verschiedenen Schweizer Städten. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle.

Gibt es bei euch ähnliche Events? Habt ihr so was schon einmal gemacht? Ich freue mich über eure Erfahrungen und Kommentare.

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